Schulbegleitung an Stadtteilschulen & Gymnasien
Begleitung im Hamburger Zwei-Säulen-Modell – passend zur jeweiligen Schulkultur.
Hamburgs Zwei-Säulen-Modell stellt unterschiedliche Anforderungen: Stadtteilschulen bieten heterogene Lerngruppen, Gymnasien einen verdichteten Lehrplan. Unsere Schulbegleitung passt sich beidem an – und versteht die jeweilige Schulkultur.
Zwei Schulformen, zwei Logiken
Stadtteilschule und Gymnasium sind in Hamburg formal gleichwertig, aber unterschiedlich organisiert. Stadtteilschulen tragen heterogene Lerngruppen, arbeiten oft mit individueller Lernbegleitung und führen schrittweise zu allen Abschlüssen bis zum Abitur. Gymnasien verdichten den Lehrplan auf acht Jahre und setzen schneller Leistung in der vorgesehenen Form voraus.
Diese unterschiedlichen Logiken brauchen unterschiedliche Begleitstrategien. An der Stadtteilschule arbeiten wir oft eng mit der Differenzierung der Lehrkräfte – als zusätzliche Strukturhilfe innerhalb eines bereits inklusiv gedachten Settings. Am Gymnasium leisten wir häufiger Übersetzung: zwischen einem hohen, an Norm-Schüler:innen orientierten Anforderungsniveau und den realen Möglichkeiten unseres Schützlings an diesem Tag.
Schulkultur lesen
Keine zwei Hamburger Schulen sind gleich. Die Schulkultur einer alteingesessenen Gelehrtenschule unterscheidet sich grundlegend von der Kultur einer jungen Stadtteilschule mit hohem Migrationsanteil. Wir nehmen uns vor jedem Mandat Zeit, die jeweilige Schule kennenzulernen – Rituale, Regelwerke, Tonfall, informelle Strukturen.
Erst auf dieser Grundlage entwickeln wir eine Begleitstrategie, die zur Schule passt und nicht dagegen arbeitet. Das spart Konflikte, die sonst auf dem Rücken des Kindes ausgetragen würden.
Begleitung bei Schulformwechsel
Ein Wechsel von der Stadtteilschule aufs Gymnasium – oder umgekehrt – ist nie nur eine schulorganisatorische Entscheidung. Er ist ein biografischer Einschnitt, der oft mit Erleichterung, aber auch mit Brüchen einhergeht. Wir begleiten Familien in dieser Phase nicht nur logistisch, sondern auch emotional.
Wir bereiten Übergänge mit Hospitationen vor, schaffen Kontakt zur neuen Klassenleitung, übersetzen die Geschichte des Kindes in eine wertschätzende Sprache und stellen sicher, dass die Begleitung nahtlos weiterläuft.
Oberstufe und Abitur mit Begleitung
Schulbegleitung endet nicht automatisch in der Oberstufe. Wo ein bewilligter Hilfeplan dies vorsieht, begleiten wir auch in die Vorstufe, das Profilfeld und die Abiturphase. Hier geht es weniger um Strukturierung von Aufgaben als um Stressregulation, um realistische Arbeitsplanung und um das Aushalten von Prüfungsdruck.
Unsere Begleiter:innen in der Oberstufe sind besonders sorgfältig ausgewählt – fachlich versiert, diskret und in der Lage, mit jungen Erwachsenen auf Augenhöhe zu arbeiten.
Zusammenarbeit mit Beratungslehrkräften und ReBBZ
Sowohl an Stadtteilschulen als auch an Gymnasien sind Beratungslehrkräfte zentrale Knotenpunkte. Wir suchen den Kontakt zu ihnen aktiv – nicht, um Verantwortung abzugeben, sondern um sie als interne Verbündete im System Schule zu gewinnen. Wo das ReBBZ involviert ist, koordinieren wir uns eng und vermeiden Doppelstrukturen.
Diese Vernetzung erfolgt immer mit Wissen und Einverständnis der Familie. Datenschutz und Schweigepflicht sind dabei keine Hürde, sondern Qualitätsmerkmal.
Für wen geeignet
- Schüler:innen, die das Gymnasium kognitiv schaffen, aber sozial-emotional Unterstützung benötigen
- Jugendliche an Stadtteilschulen mit hohem Förderbedarf
- Familien, die einen Schulwechsel begleiten möchten
Vier Versprechen
Sorgfältig ausgewählte Begleiter:innen mit pädagogischem, therapeutischem oder studentischem Hintergrund.
Krankheits- und Urlaubsvertretung ist mitgedacht – Kontinuität für Ihr Kind.
Wir begleiten Sie durch den Antrag, das Hilfeplangespräch und die Kommunikation mit dem Kostenträger.
Regelmäßige Fachberatung, Reflexion und nachvollziehbare Dokumentation.
So arbeiten wir mit Ihnen
Kennenlernen der Schule
Wir stimmen uns mit Klassenleitung, Beratungslehrkraft und ggf. ReBBZ ab.
Individuelle Strategie
Was passt zu diesem Kind an dieser Schule?
Begleitung & Coaching
Im Unterricht – und im Hintergrund, wenn die/der Jugendliche das wünscht.
Anschlussperspektive
Übergang Klasse 4 → 5, Schulformwechsel oder Oberstufe.
Für Familien kostenfrei
Über § 35a SGB VIII oder § 112 SGB IX. Schulformunabhängig.
- Kostenträger: Jugendamt oder Eingliederungshilfe
- Rechtsgrundlage: § 35a SGB VIII / § 112 SGB IX
- Direkte Abrechnung – kein Eigenanteil der Familie
- Wir unterstützen bei Antrag und Hilfeplan
In ganz Hamburg verfügbar
Wir arbeiten in allen sieben Hamburger Bezirken und kennen die Wege durch Jugendamt, Eingliederungshilfe und ReBBZ vor Ort. Wählen Sie Ihren Stadtteil und erfahren Sie mehr.
Häufige Fragen
Begleiten Sie auch in der Oberstufe?
Ja, sofern ein bewilligter Hilfeplan vorliegt.
Was, wenn ein Schulformwechsel ansteht?
Wir begleiten den Übergang und übergeben strukturiert an die neue Schule.
Sind Sie an allen Hamburger Schulen tätig?
Ja, im gesamten Hamburger Stadtgebiet – an staatlichen wie privaten Schulen.
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